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Erfolgreich gegen Rechtsextremismus im Internet

jugendschutz.net setzt in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im Internet erfolgreich auf eine Doppelstrategie aus effektiven Gegenmaßnahmen und Sensibilisierungsarbeit. Die Zahlen des aktuellen Projektberichtes belegen die Effizienz dieser Strategie. In knapp 80% der Fälle war ein Vorgehen gegen unzulässige Websites erfolgreich und führte zu einer Beseitigung der betreffenden Inhalte. Jüngst entfernte z.B. der Provider Rapidshare nach einem Hinweis von jugendschutz.net 90 rechtsextreme Tonträger von seinem Server und unterband damit einen Missbrauch seines Dienstes.

Jugendschutzrelevantes Angebot nimmt zu

Das Rechtsextremismus-Projekt von jugendschutz.net beobachtete im Jahr 2006 mehr als 1.500 Web-Angebote, die unter mehr als 2.300 URL im Netz zugänglich gemacht wurden. Dieser Anstieg geht mit einer zunehmend professionalisierten Nutzung des Internets durch Rechtsextreme einher. Sie missbrauchen die multimedialen Möglichkeiten der virtuellen Welt zu Propaganda-Zwecken und umwerben eine junge Zielgruppe mit jugendaffinen Angeboten. Gerade im so genannten Web2.0 dokumentierte das Projektteam Aktivitäten von Neonazis. Mit Musik und Videos wird versucht, Jugendliche für rassistisches Gedankengut und die rechtsextreme Szene zu ködern.


Siehe dazu: Pressemitteilung (pdf)

Siehe dazu: Download Projektbericht (pdf)




Internationale Zusammenarbeit unerlässlich

Rechtsextreme Propaganda im Internet kann nur durch eine internationale Zusammenarbeit relevanter Akteure eingedämmt werden. Das von jugendschutz.net mitgegründete International Network Against Cyber Hate (INACH) vernetzt inzwischen Meldestellen gegen Rassismus und Diskriminierung aus 14 Staaten und erfährt wegen seines praktischen Ansatzes internationale Anerkennung. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Netzwerks wird die Jahreskonferenz 2007 vom 08. bis 09. November 2007 in Berlin stattfinden und sich dem internationalen Austausch über pädagogische Ansätze zur Bekämpfung von Hate Speech und zur Förderung von Toleranz und Demokratie widmen.


http://www.jugendschutz.net/bilder/logo_inach.gif


Siehe dazu: International Network Against Cyber Hate INACH




Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus fördern

Ein maßgeblicher Ansatz gegen Rechtsextremismus im Internet ist es, Jugendliche und Erwachsene für die Problematik zu sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten der Auseinandersetzung aufzuzeigen. jugendschutz.net entwickelt Konzepte, erprobt sie im schulischen und außerschulischen Kontext und veröffentlicht Handreichungen. Aktuell erstellte das Projektteam in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium Nordrhein-Westfalen die Publikation "Erlebniswelt Rechtsextremismus". Das Buch und die begleitende CD-ROM stellen unter anderem Ansätze vor, wie in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen der kritische Blick auf den Rechtsextremismus geschärft werden kann.




Siehe dazu
Publikation Erlebniswelt Rechtsextremismus




Das Projekt Rechtsextremismus im Internet von jugendschutz.net wird derzeit von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) gefördert.


 
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