Jugendschutz.net - Logo
 
jugendschutz.net
Hotline
Internationale Zusammenarbeit
Geschlossene Benutzergruppen
Gewaltdarstellungen
Rechtsextremismus
Materialien

Hotline    News    Impressum    Sitemap     

Startseite > Materialien > Bericht 2003: 825 deutsche Online-Angebote beanstandet  

825 deutsche Online-Angebote beanstandet

Effektiver Jugendschutz im Internet

(01.05.04) jugendschutz.net hat im letzten Jahr 2.500 jugendschutzrelevante Websites neu erfasst und mehr als 3.400 Beschwerden von Internet-Nutzern bearbeitet. 1.556 Angebote wiesen Verstöße auf, gegen mehr als 1.200 unzulässige Angebote im In- und Ausland wurde vorgegangen.

825 der erfassten 1.500 deutschen Angebote verstießen gegen medienrechtliche Bestimmungen und wurden durch jugendschutz.net beanstandet. In 70% der Fälle führten Beanstandung zur Schließung oder ausreichenden Änderung durch den Anbieter. 78 Fälle, bei denen der Anbieter keine bzw. nur unzureichende Veränderungen vorgenommen hat, gab jugendschutz.net an die Medienaufsicht zur Einleitung von Straf- und Ordnungsmaßnahmen ab. Zusätzlich recherchierte jugendschutz.net 164 Fälle von harter Pornografie (Kinder-, Gewalt- und Tierpornografie) und leitete sie an das BKA weiter.


siehe dazu: Jahresbericht 2003 (PDF)




Verstärktes Engagement auch auf internationaler Ebene

jugendschutz.net ging im Jahr 2003 verstärkt gegen ausländische Angebote vor. Dabei wurden Meldestellen in den betreffenden Staaten über Verstöße informiert oder die dortigen Provider um Schließung gebeten. Dieses Vorgehen war insbesondere bei schweren Verstößen erfolgreich. Zunehmend Wirkung zeigten die Maßnahmen gegen rechtsextreme Web-Angebote. Hier konnte jugendschutz.net die Schließung von 154 Angeboten erreichen, so dass die Zahl der deutschsprachigen rechtsextremen Websites inzwischen rückläufig ist.

Der Kreis internationaler Kooperationspartner wurde im Rahmen des INHOPE Hotline-Verbundes und des International Network against Cyber Hate (INACH) wesentlich erweitert.


siehe Projektbericht 2003: Rechtsextremismus im Internet

siehe dazu: INHOPE-Verbund

siehe dazu: INACH-Netzwerk




Medienpädagogische Handreichungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von jugendschutz.net lag in der Erstellung von medienpädagogischen Handreichungen für Eltern und Pädagogen. Die Broschüre "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?" (Bundesfamilienministerium) und die CD-ROM "Rechtsextremismus im Internet" (Bundeszentrale für politische Bildung) wurden wegen großer Nachfrage komplett überarbeitet und liegen in einer Neuauflage vor.


siehe Broschüre: Netz für Kinder

siehe CD-ROM: Rechtsextremismus im Internet




Verbesserte Handlungsmöglichkeiten

Durch die gesetzliche Neuregelung im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag haben sich die Handlungsmöglichkeiten im Internet verbessert. Dies gilt vor allem für entwicklungsbeeinträchtigende Darstellungen. Anbieter sind inzwischen verpflichtet, durch geeignete Schutzmaßnahmen sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche üblicherweise nicht auf Angebote zugreifen können, die für ihre Altersstufe nicht geeignet sind. jugendschutz.net hat im vergangenen Jahr Beurteilungsraster und Bearbeitungspraxen für diesen Bereich entwickelt.


 
Diese Seite ausdrucken Druckversion