Jugendschutz.net - Logo
 
jugendschutz.net
Hotline
Internationale Zusammenarbeit
Geschlossene Benutzergruppen
Gewaltdarstellungen
Rechtsextremismus
Materialien

Hotline    News    Impressum    Sitemap     

Startseite > Materialien > Bericht 2004: Mehr als 1.000 Jugendschutzverstöße im Internet beanstandet  

Mehr als 1.000 Jugendschutzverstöße im Internet beanstandet

jugendschutz.net geht gezielt gegen sexuelle Vermarktung von Minderjährigen vor

(24.06.05) jugendschutz.net stellte im Jahr 2004 mehr als 1.000 Jugendschutzverstöße auf deutschen Websites fest und erreichte in 70% der Fälle deren schnelle Beseitigung. 116 Angebote, bei denen die deutschen Anbieter keine ausreichenden Änderungen vorgenommen haben, wurden an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zur Einleitung von Straf- und Ordnungsmaßnahmen abgegeben. Insgesamt registrierte die Länder übergreifende Stelle eine deutliche Zunahme an Beschwerden über Jugendschutzprobleme im Internet und beantwortete 5.000 Hinweise und Anfragen. Die Rahmenbedingungen für den Jugendschutz im Internet haben sich durch die gesetzliche Neuregelung im Jahr 2003 zwar verbessert, die Anbieter müssen bei der Gestaltung ihrer Angebote den Schutz von Kindern und Jugendlichen aber noch wesentlich stärker berücksichtigen.


siehe dazu: Jahresbericht 2004 (PDF)




Verstärkte internationale Zusammenarbeit

Auch bei Angeboten im Ausland ist jugendschutz.net zunehmend erfolgreich. Inzwischen bestehen Handlungsoptionen bei 60% der dort registrierten Verstöße. 120 Web-Angebote mit Kinder- und Gewaltpornografie wurden im Jahr 2004 zur weiteren Ermittlung an das BKA abgegeben, in 275 Fällen forderte jugendschutz.net ausländische Meldestellen oder Provider dazu auf, Maßnahmen gegen unzulässige Angebote zu ergreifen. Dieses Vorgehen ist besonders bei schweren Verstößen erfolgreich.


siehe dazu: INHOPE-Hotline-Verbund und INACH-Netzwerk




Intensive Kontrollen von Teen-Model-Sites

Die sexuelle Vermarktung von Kindern und Jugendlichen stellt im Internet weiterhin ein großes Problem dar. Seit der Neuregelung des Jugendschutzes im Jahre 2003 sind in Deutschland auch so genannte Posen-Fotos unzulässig, die Minderjährige in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung zeigen. Um die neuen Schutzbestimmungen durchzusetzen, die den Einstieg in die Kinderpornografie verhindern sollen, kontrollierte jugendschutz.net diesen Bereich intensiv und beanstandete 98 "Teen-Model-Sites".


siehe dazu Aufsatz: Minderjährige in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung




Systematische Recherche von Übergriffen in Chats

jugendschutz.net untersuchte erstmals systematisch, welchen Gefahren Kinder und Jugendliche in Chats ausgesetzt sind und wie diese sicherer gestaltet werden können. In der Mehrzahl der untersuchten Chats waren sexuelle Übergriffe auf Minderjährige an der Tagesordnung. Die Ergebnisse der Recherchen wurden in der Broschüre "Chatten ohne Risiko?" veröffentlicht. Sie enthält Bewertungen und Empfehlungen ausgewählter Chats sowie Sicherheitshinweise für Kinder, Jugendliche, Eltern und Anbieter.


siehe Broschüre: Chatten ohne Risiko?




Erfolgreiche Doppelstrategie gegen Rechtsextremismus im Internet

jugendschutz.net leistet in der Bekämpfung des Rechtsextremismus im Internet Pionierarbeit. Im Jahr 2004 gelang in 131 Fällen die Entfernung von Hasspropaganda aus dem Web. Parallel führte jugendschutz.net zahlreiche medienpädagogische Workshops durch, um Jugendliche und Multiplikatoren für die Problematik rechtsextremer Propaganda zu sensibilisieren und sie zur inhaltlichen Auseinandersetzung zu ermuntern.


siehe dazu Projektbericht: Rechtsextremismus im Internet
 
Diese Seite ausdrucken Druckversion