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Startseite > Materialien > Mitteilung: Neonazistische Internet-Angebote geschlossen  

Neonazistische Internet-Angebote geschlossen

(26.07.04) Auf Veranlassung der Länder übergreifenden Stelle jugendschutz.net haben US-amerikanische Provider von Speicherplatz wichtige neonazistische Websites geschlossen, denen zentrale Funktion in der internationalen Vernetzung der rechtsextremen Szene zukam. Auch die deutsche Registrierungsstelle für Web-Adressen, DENIC, ist in der letzten Woche auf Veranlassung von jugendschutz.net gegen die unzulässige Website sieg-heil.de vorgegangen. Unter der Domain ist inzwischen das Aufklärungsangebot von shoa.de zu erreichen.

Zusammenarbeit mit Providern führt auch im Ausland zum Erfolg

Durch Schließungen der Host-Provider in den USA sind ein stark besuchtes mehrsprachiges Szene-Forum und die bekannte Topliste „TOP 100 Nationalist and Revisionist Sites“ mit einer Vielzahl von Links auf neonazistische und Holocaust leugnende Websites nicht mehr erreichbar. Auch neonazistische Kameradschafts-Sites sowie Seiten des „Anti-Antifa-Netzwerks“ sind nicht länger online, auf denen so genannte Hasslisten mit persönlichen Daten von politischen Gegnern verbreitet wurden. „Diese Beispiele zeigen einmal mehr, dass durch kontinuierliche Kooperation auch ausländische Anbieter für die Problematik rassistischer Propaganda im Internet sensibilisiert und zu Schließungen veranlasst werden können“, äußerte Stefan Glaser, Projektleiter bei jugendschutz.net. In den letzten drei Jahren konnte jugendschutz.net die Schließung von mehr als 350 rechtsextremen Web-Adressen im In- und Ausland erreichen.

Internationale Kooperation im Rahmen von INACH

Die wirksame Bekämpfung rechtsextremer Angebote im Internet setzt internationale Zusammenarbeit voraus. jugendschutz.net hat deshalb im Jahre 2002 das Internationale Netzwerk gegen Cyber-Hate (INACH) mitgegründet. Neben Maßnahmen gegen unzulässige rechtsextreme Internet-Inhalte ist die Durchführung medienpädagogischer Informations- und Bildungsveranstaltungen mit Jugendlichen und Pädagogen Schwerpunkt der Projektarbeit. Die erfolgreiche Arbeit von jugendschutz.net im Bereich Rechtsextremismus wird seit 2002 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Aktionsprogramm „Entimon – Gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus“ gefördert.


http://www.jugendschutz.net/bilder/logo_entimon.jpg


siehe Pressemitteilung (PDF)

siehe auch Mitteilung: Google sperrt Nazi-Website

siehe auch Projektbericht: 154 rechtsextreme Websites geschlossen

weitere Informationen zum Projekt: Rechtsextremismus im Internet

weitere Informationen zur internationalen Zusammenarbeit: INACH
 
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