telepolis: Computerspiele, Gewalt und Meinungsfreiheit

jugendschutz.net

Ein US-Gericht wies mit interessanten Gründen ein Gesetz zurück, das den Verkauf von Computerspielen, in denen Gewalt gegenüber staatlichen Ordnungshütern ausgeübt wird, an Minderjährige unter Strafe stellen wollte

[...] Das von einem Demokraten eingebrachte Gesetz ist zwar im Mai 2003 für den Bundesstaat Washington verabschiedet worden, aber noch nie in Kraft gewesen. Die Abgeordneten waren der Überzeugung, dass mehr und mehr wissenschaftliche Untersuchungen eine Verbindung zwischen gewalttätigen Computerspielen und verschiedenen Formen eines feindseligen und antisozialen Verhaltens belegen.
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Gegen das Gesetz hatte die Video Software Dealers Association einen Widerspruch eingelegt, die damit einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit gegeben sah. [...] Der Richter stellte zunächst in seiner Urteilsbegründung heraus, dass Computerspiele der heutigen Zeit im Unterschied zu den frühen Spielen, denen der Charakter der Äußerung noch gefehlt habe, in Anspruch nehmen können, als "Rede" im Sinne des Ersten Verfassungszusatzes zu gelten.