szon.de: Verbannte Links keine Sicherheit für Kinder

jugendschutz.net

Eltern sollten die Internetaktivitäten ihrer Kinder auch weiterhin im Blick behalten. Die Selbstverpflichtung der Suchmaschinenbetreiber, jugendgefährdende Internetseiten nicht mehr anzuzeigen, entbindet die Eltern nicht von ihrer Verantwortung.
Darauf wies Friedemann Schindler, Leiter der Prüfstelle "jugendschutz.net" in Mainz, hin. Diese jüngste Initiative sei zwar ein sinnvoller Schritt, könne Eltern aber keine Gewissheit bieten, dass Suchmaschinen nicht doch Links zu jugendgefährdenden Inhalten im weltweiten Netz anzeigen. Die deutschen Suchmaschinenbetreiber hatten am Donnerstag in Berlin die Gründung einer Freiwilligen Selbstkontrolle bekannt gegeben. Deren Mitglieder verpflichten sich, die Adressen der rund 1000 Internetseiten, die auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verzeichnet sind, nicht mehr anzuzeigen.
Laut Friedemann Schindler ist diese Liste aber "überschaubar". Sie könne keineswegs verhindern, dass über Suchmaschinen jugendgefährdende Inhalte zugänglich gemacht werden. "Wenn man bei 'google' den Begriff 'porn' eingibt, erhält man Millionen Seiten, die nicht alle von der Bundesprüfstelle begutachtet werden können", gab der Jugendschutzexperte zu bedenken.