heise: Kleine Zugeständnisse bei Richtlinien zum Jugendmedienschutz

jugendschutz.net

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat in ihrer Sitzung am 1. März offenbar nur einzelne Kritikpunkte der Verbände an den Jugendmedienschutzrichtlinien aufgegriffen. Der in der Sitzung diskutierte Neuentwurf enthält Zugeständnisse im Bereich der Werbung, bei Trailern für Fernsehsendungen, beim Pornographiebegriff und bei der Nennung des Jugendschutzbeauftragten. Letzerer muss zwar nach wie vor grundsätzlich genannt sein, verzichtet wurde aber auf eine persönliche Namensnennung.
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Kein Entgegenkommen gab es nun für die der Neufassung der Richtilinien zum Jugendmedienschutz bei den Kontrollen, die Erotik-Anbieter durchführen sollen. Die KJM will "die persönliche Identifizierung von natürlichen Personen" verlangen; dazu erforderlich sein soll "ein persönlicher Kontakt ("face-to-face-Kontrolle") mit Vergleich von amtlichen Ausweisdaten". Auch bei den Anforderungen an Jugendschutzprogramme will die KJM nicht zurückrudern. Nach wie vor soll in deren abschließende Beurteilung die "Akzeptanz durch die Eltern" eingehen.