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Die unrühmliche Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Neonazi-Musikvertriebs Panzerfaust Records steht nach einem Eklat um dessen Inhaber vor einem jähen Ende
Das "White Power"-Musiklabel Panzerfaust Records galt seit längerer Zeit als Erfolgsgeschichte der extremen Rechten in den USA. Innerhalb weniger Jahre war das Unternehmen mit Sitz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota zu einem der bekanntesten Großhändler von "Hass-Musik", rassistischer Literatur und Neonazi-Devotionalien aller Art aufgestiegen. Heute, knapp sieben Jahre nach seiner Gründung, steht das Panzerfaust-Reich vor dem Zusammenbruch. Ko-Manager Byron Calvert, Sprecher und interner Drahtzieher des Unternehmens, hat Panzerfaust Records den Rücken gekehrt und sich mit deutlichen Worten von Inhaber Anthony Pierpont distanziert. Die Hintergründe des Zerwürfnisses könnten aus Sicht des rechten Milieus kaum skandalöser klingen: Angeblich soll Pierpont während eines Thailand-Urlaubes im vergangenen Jahr mehrfach sexuellen Kontakt mit "nicht-arischen" Prostituierten gehabt haben.