heise.de: Zwei Jahre neuer Jugendmedienschutz - Prophylaktisches Modell

jugendschutz.net

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) berät am heutigen Mittwoch in Erfurt ihren Zweijahresbericht. [...] KJM-Präsident Wolf-Dieter Ring, gleichzeitig Chef der Bayerischen Landesmedienanstalt, und der Chef der Thüringischen Landesmedienanstalt, Victor Henle, zogen nun zum Auftakt der Tagung schon einmal eine positive Bilanz. "Die regulierte Welt des Internets und des Rundfunks hat sich in den vergangenen zwei Jahren verändert", sagte Henle. Die KJM sei auch unter den Anbietern zu einer Institution geworden, die zumindest respektiert werde. Anfänglich sei man gerade von Seiten der Internetanbieter mit Nichtwahrnehmung oder Feindlichkeit konfrontiert gewesen. Man könne davon ausgehen, dass die KJM in den nächsten Jahren weiter an Profil gewinnen könne.

Die von Ring präsentierten Fallzahlen zu Aufsichtsverfahren sind allerdings nicht eben riesig. Im Rundfunk konstatierte die KJM 49 Jugendschutzverstöße bei 91 Bewertungen von 129 derzeit anhängigen Bewertungen. Im Internet, das laut Ring, "das Neuland war, das wir betreten haben, hat man von den begutachteten 81 Angeboten 78 beanstandet. Das Gros der Fälle seien frei zugängliche pornographische Angebote, einige Darstellungen von Kindern oder Jugendlichen "in unnatürlich geschlechtsbezogenen Posen". 15 Fälle betrafen Angebote mit "rechtsextremem Gedankengut".