neue-oz.de: Sensibel machen für die Gefahren aus dem Internet

jugendschutz.net

300 Milliarden Euro weltweiter Umsatz, davon eine Milliarde in Deutschland - Zahlen, auf die niemand stolz zu sein braucht. Es ist die "Wertschöpfung" von Perversen, die mit kinderpornografischem Material einen schwungvollen Handel betreiben. Wer sind die Täter, wer sind die Opfer? Die Podiumsdiskussion "Gefahr aus dem Internet - gegen Kindesmissbrauch" am Dienstagabend im Lingener Theater versuchte, darauf Antworten zu geben.
Die gemeinsame Veranstaltung vom Kinderschutzbund und dem Verein Innocence in Danger stieß auf eine große Resonanz.
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Die Täter kämen aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Schichten, machte Peter Vogt, Oberstaatsanwalt aus Halle, deutlich. Vogt, der sich bundesweit einen Namen als Jäger von Pädophilen im Internet gemacht hat, stellte klar: "Auch derjenige, der 'nur' kinderpornografisches Material im Internet anschaut, ist bereits ein Missbraucher." Aktuelle Fälle würden darauf hindeuten, dass Männer, die Kinderpornografie konsumierten, auch den Schritt von der virtuellen Welt des Internets in die reale Welt wagten und Sexualdelikte begingen. "Für uns sind das Pädo-Kriminelle", betonte auch Gewaltberater Jürgen Krabbe.