derStandard.at: Pädophile auf Kontaktsuche in Online-Spielen

jugendschutz.net

Pädophile versuchen im Internet auch in virtuellen Spielwelten Kontakte zu knüpfen. Bei Kindern und Jugendlichen beliebte Chatrooms dienen ebenfalls als "Kontaktbörse". Hat man als Tierarzt oder Schmied genug gearbeitet, kann man sich schließlich sein Wunschpferd leisten. Zumindest in den zahlreichen "virtuellen Reiterhöfen", die im Internet zu finden sind. Aber nicht nur Pferdefreunde tummeln sich auf diesen Seiten, sondern auch Pädophile, die dort mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten wollen. Auch manche Spielewelten ziehen die Pädophilen an.
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Mitunter wird aber auch direkter vorgegangen, wie ein Versuch der von den Jugendministerien der deutschen Bundesländer gegründeten Initiative "Jugendschutz.net" im vergangenen Herbst zeigte. Mit Namen wie "tanja14" nahmen die Tester mehrere Wochen an den Chats teil, verhielten sich aber passiv und antworteten nur, wenn sie direkt kontaktiert wurden. Die Gegenseite kam meist schnell auf den Punkt: Fragen nach getragener Unterwäsche, den sexuellen Erfahrungen und Einladungen erlebten die Jugendschützer. Die ausschließlich männlichen Chatpartner erschienen dann auch an den vereinbarten Treffpunkten.