sueddeutsche.de: Schutz vor Schmutz im Netz

jugendschutz.net

Der Jugendschutz im Internet steckt immer noch in den Kinderschuhen. Technische Lösungen helfen kaum, die kleinen Nutzer vor Pornographie und Betrügern abzuschirmen. Doch es gibt wegweisende Ausnahmen. Ein Pädophiler lernt in einem Chat ein Kind kennen, schreibt dessen Namen auf seinen erigierten Penis und schickt dem Kind das Bild. Nicht alle Gefahren, denen Kinder beim Surfen im Internet ausgesetzt sind, sind so eindeutig.
Die Fälle, die Friedemann Schindler von jugendschutz.net zeigt, sind subtiler: Ein Pokémon-Bild auf einer T-Online-Seite, um Kinder zu ködern - klickt man drauf, lauert ein kostenpflichtiger Dialer auf die Surfer.
Wie können Kinder im World Wide Web davor geschützt und gleichzeitig kindgerechte Angebote unterhalten werden? Über diese Frage diskutierten diese Woche Experten der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), der Evangelischen Kirche Deutschland, des Deutschen Kinderhilfswerk sowie Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft.