heise: Mehr Transparenz und Offenheit für Ko-Regulierung von Medien gefordert

jugendschutz.net

EU-Richtlinien zur Regulierung und Aufsicht bei den Medien lassen sich auch durch ko-regulative Systeme in den Mitgliedsstaaten umsetzen, also durch eine gemeinsame Aufsicht durch staatliche Behörden und nicht-staatliche Institutionen. Das ist das Ergebnis einer Studie zur Ko-Regulierung im Mediensektor unter Federführung Hamburger Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung und des Saarbrücker Instituts für Europäisches Medienrecht.
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"Auch der Jugendschutz im Rundfunk in Deutschland hat gut abgeschnitten", sagt der Projektleiter der Studie, Wolfgang Schultz vom Bredow-Institut. "Eine Evaluierung für den Bereich Internet ist aber noch kaum möglich", meint Schultz, "da die FSM ja erst vor kurzem anerkannt wurde." Irritationen in der Wirtschaft habe es, so Schultz, freilich gegeben, dass im ersten Schwung der von der KJM jetzt angestoßenen Verfahren auch FSM-Mitglieder betroffen waren. [...]
Auch andere Kritik müssen sich die deutschen Jugendmedienschützer anhören. Die Kommunikation zwischen staatlicher Seite, der KJM und den nicht-staatlichen Institutionen lasse ebenso wie die Transparenz der Entscheidungsprozesse zu wünschen übrig, heißt es in der Studie.