heise: US-Politiker drängen Anbieter von Online-Pornografie zu Selbstregulierung

jugendschutz.net

Wenn die Produzenten von pornografischen Online-Inhalten nicht verstärkt Selbstregulierung ausüben, werde der US-amerikanische Gesetzgeber dafür sorgen, dass Minderjährige vor solchen Angeboten geschützt werden. Das sagten einige Senatoren bei einer Anhörung in einem Senatsauschuss zum Thema Schutz von Kindern im Internet. Der Vorsitzende des Ausschusses, der republikanische Senator Ted Stevens, denkt dabei an ein von Porno-Anbietern selbst erdachtes Einstufungssystem.
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Paul Cambria von der Adult Freedom Foundation, die die Interessen der "Erwachsenen-Industrie" vertritt, zeigte bereits Kooperationsbereitschaft. Die Branche müsse sich aber noch besser organisieren und benötige die Unterstützung von Software-Herstellern. Allerdings wehrte sich Cambria auch gegen eine Marginalisierung "legitimer Erwachsenen-Bedürfnisse" und gegen den Stempel "Internet-Pornographie". Von den schätzungsweise 12,6 Milliarden US-Dollar, die die gesamte US-amerikanische Branche für "Erwachsenen-Unterhaltung" im Jahr 2005 eingenommen hat, würden etwa 2,5 Milliarden US-Dollar über das Internet umgesetzt.