welt.de: Jugendforscher fordert Gesetze gegen exzessiven Medienkonsum

jugendschutz.net

Der Kriminologe und Jugendforscher Christian Pfeiffer hat gefordert, den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Verordnungen und dem Schulgesetz einzudämmen. Der durchschnittliche männliche Hauptschüler bringe es auf fünf Stunden Medienkonsum am Tag: "Das ist ein krankes Leben", sagte Pfeiffer bei einem Streitgespräch mit jugendlichen Spielern auf der Computermesse Cebit.
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Pfeifer, bis 2003 niedersächsischer Justizminister (SPD), hatte festgestellt, daß Kinder mit exzessivem Medienkonsum und Spielkonsolen im eigenen Zimmer in der Schule deutlich schlechter abschneiden.
Der Kriminologe plädiert deshalb für die Einführung der Ganztagsschule, zumal mit dem Medienkonsum auch die Anfälligkeit für Jugendgewalt steige. Wer Ego-Shooter und Kampfspiele spiele, bei dem erhöhe sich die Gewaltbereitschaft enorm. Generelle Verbote von so genannten Killerspielen, wie in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung angeführt, brächten dagegen gar nichts: "Das ist Quatsch."