heise: Phonoverbände verschärfen Vorgehen gegen Tauschbörsennutzer

jugendschutz.net

Das Geschäft mit den Online-Musikshops entwickelt sich nach und nach zur relevanten Größe in den Bilanzen der Labels. Und mit dem geplanten neuen Urheberrecht erwartet die Branche neue Möglichkeiten, gegen die so oft von ihr beklagten "Raubkopien" und gegen illegale Musikangebote in Tauschbörsen vorzugehen. Bis dahin aber bleiben die Verbände nicht untätig und nehmen gezielt neue Ansprechpartner in die Verantwortung für nicht-lizenziertes Anbieten von Musik im Internet: "Inzwischen haben mehrere Gerichte in Hamburg, Köln, Frankfurt und Düsseldorf bestätigt, dass die Inhaber von Telefonanschlüssen dafür zur Verantwortung gezogen werden können, dass über diese Anschlüsse Verstöße gegen das Urheberrecht ausgeführt wurden", erklärte die deutsche Sektion des Musikindustrieverbands IFPI zur so genannten Störerhaftung aus Anlass neuer Klagen gegen Nutzer von Tauschbörsen. Als Beispiel nannte die IFPI den Fall von Eltern, die laut Landgericht Düsseldorf haftbar für illegale Musikangebote ihrer 15 und 16 Jahre alten Söhne seien. Und ein Krankenhaus in Köln habe 5.500 Euro Schadensersatz gezahlt, weil Mitarbeiter knapp 2.000 Songs illegal zum Download angeboten hätten.