wdr.de: Jugendschutz - Kinder allein im Netz

jugendschutz.net

Das Internet hat in seiner Bedeutung für Jugendliche das Fernsehen überholt. Es bietet die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Spaß zu haben und Informationen zu beschaffen. Doch es birgt auch Gefahren. So kommen Kinder und Jugendliche spielend an Seiten, die jugendgefährdend sind.
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Eine 12-Jährige kann sich also ohne Probleme als 18-Jährige anmelden. Ausgehend von den Startseiten der Anbieter kommt sie dann über einen Erotik-Link auf Seiten mit nackten Frauen. Das stört Deutschlands größten Anbieter GMX wenig. [...] Friedmann Schindler von jugendschutz.net sieht das kritisch: "Diese Inhalte bezeichnen wir in der Fachsprache als entwicklungsbeeinträchtigend."
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Beim Microsoft Network (msn.de) werden so genannte Hotmail-Adressen von Microsoft gestellt. Wird in der dortigen Suchmaschine das Wort "Sex" eingegeben, erhält man von Microsoft empfohlene Quellen, die auch Hardcore-Pornografie beinhalten. Dorothee Ritz, Direktorin von Microsoft Deutschland, versucht zu beschwichtigen: "Wir bieten auch eine msn-Premiumadresse an, wo die Sicherheitseinstellungen für Kinder wesentlich höher gesetzt sind als bei unseren freien Produkten. Das kostet 80 Euro im Jahr." Mit anderen Worten: Kinder- und Jugendschutz gibt es allenfalls gegen Aufpreis, Jugendgefährdendes ist kostenlos zu haben.