internet.com: Jugendschützer fordern Verbot von Gewalt-Content für Handys

jugendschutz.net

Die Kommission für Jugendmedienschutz spricht sich für schärfere Sanktionen der Anbieter jugendgefährdender Inhalte auf Schülerhandys aus. "Es kann doch nicht sein, dass wir unsere Kinder trainieren, so etwas auszuhalten oder die Verantwortung auf die Eltern abwälzen. Stattdessen müssen wir die Anbieter von Inhalten noch stärker in die Verantwortung nehmen", sagte Verena Weigand von der Kommission für Jugendmedienschutz heute auf dem Medientreffpunkts Mitteldeutschland.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Debatte um Gewalt- und Pornovideos in Kinderhänden forderte Sabine Frank von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimediaanbieter einen offensiveren Umgang mit dem Thema. "Kinder müssen nicht mit abgehackten Köpfen in solchen Videos oder im Internet umgehen können", so Frank. "Aber wir müssen sie trotzdem darauf vorbereiten, dass es so etwas gibt. Denn vollständig werden sich die neuen Medien nicht kontrollieren lassen." Es werde immer Unternehmen geben, die die Grenzen des Jugendschutzes ausreizten oder überschritten.