az-badkreuznach.de: Weniger Verfahren wegen Kinderpornos im Internet - Keine Entwarnung

jugendschutz.net

Die Zahl der Strafverfahren wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie im Internet ist in Rheinland-Pfalz leicht gesunken. Im Jahr 2005 seien 549 Verfahren neu eingegangen, 36 weniger als im Jahr 2004, teilte die Zentralstelle des Landes zur Bekämpfung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte der dpa in Koblenz mit. Allerdings bewegten sich die Zahlen weiterhin auf sehr hohem Niveau, sagte Generalstaatsanwalt Norbert Weise.
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Wie der Leiter der Zentralstelle, Klaus Sulzbacher, sagte, sind die mutmaßlichen Täter fast ausschließlich männlich und häufig älter als 40 Jahre. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt in den Städten wie Koblenz, Trier und Mainz, in denen mehr Haushalte einen Computer mit Internetanschluss besitzen als auf dem Land. Sulzbacher ging davon aus, dass jährlich bis zu 900 Millionen Seiten im Internet verbreitet werden. Davon seien etwa fünf bis acht Millionen strafrechtlich relevant, ein großer Teil sei Kinderpornografie.