internet.com: Jugendschützer sehen erheblichen Gesprächsbedarf mit Mobilfunkbetreibern

jugendschutz.net

[...] Die Risiken und Gefahren, die sich mit der Handynutzung für Kinder und Jugendliche aus Jugendschutzsicht ergeben, schilderte Verena Weigand, Leiterin der KJM-Stabsstelle. Pornoclips, Gewalt- und Tötungsvideos würden zahlreich im Internet zur Verfügung gestellt und könnten von dort frei zugänglich auf Handys herunter geladen werden.
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Simone Hüls, Jugendschutzbeauftragte bei T-Mobile, und Isabel Tilly von Vodafone Deutschland, betonten, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Verantwortung für den Jugendschutz ernst nehmen. So hätten die Mobilfunkanbieter bereits frühzeitig einen Verhaltenskodex erlassen und Maßnahmen daraus umgesetzt. Hiermit werde ein wirksamer Jugendschutz gewährleistet.
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"Eine kindersichere Vorkonfiguration von Handys durch Mobilfunkanbieter und Endgerätehersteller", forderte dagegen Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der KJM.
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Auch Manfred Helmes, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), betonte, dass die Verantwortung nicht einseitig den Eltern zugeschoben werden dürfe. Dies gelte gerade bei der mobilen Kommunikation, die vielfach außer Haus stattfinde. Vielmehr seien die Mobilfunkanbieter gefragt, im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der FSM ihre gestärkte Eigenverantwortung im neuen Jugendschutzmodell wahrzunehmen. "Wenn die Anbieter eine Verschärfung der Gesetzgebung verhindern wollen, müssen sie sich anstrengen", so Helmes.