ksta.de: Der Tod kam aus dem Internet

jugendschutz.net

"Lieber im Stehen sterben als im Knien überleben." So habe das Motto eines der Selbstmordkandidaten im Chat gelautet, erinnert sich Kejdi S. vor Gericht. Als eine Art "geschlossene Gesellschaft" beschreibt der 23-Jährige das Internet-Forum, in dem er von November 2004 bis Mai 2005 seine Kundschaft aquirierte. Seine Kunden - das waren potenzielle Selbstmörder, denen er Todespillen verschaffte, verschreibungspflichtige Arzneien wie Luminal und Truxal. Sechs Menschen starben, nachdem sie die Medikamente eingenommen hatten; sieben fielen ins Koma. Ob und vor allem wie sich der 23-jährige S. dabei schuldig gemacht hat, muss seit Freitag das Landgericht Wuppertal klären.