faz: Internet-Sucht - "Es war die Hölle"

jugendschutz.net

Als Tom Kittner (Name geändert) im vergangenen Sommer aus seinem Urlaub in England zurückkam, ging er wie gewohnt sofort an seinen PC und versuchte, sich einzuloggen. Viermal probierte er vergeblich, die Verbindung zum Internet herzustellen. Dann rastete er aus. Es kam eine Wut in ihm hoch, die er so noch nicht erlebt hatte. Er schrie und heulte und verfluchte seine Mutter, die während seiner Abwesenheit den Internetzugang hatte sperren lassen. Wenig fehlte, und er wäre gewalttätig geworden. "Es war die Hölle", sagt Kittner. "Es war, als hätte man mir mein Leben weggenommen." Drei bis vier Monate habe er gebraucht, um in seinem Leben einen Sinn jenseits des Internets zu finden. Erst jetzt, ein halbes Jahr später, sei er wieder der Alte.