n24.de: Süchtig nach Bits und Bytes

jugendschutz.net

Sie sähen aus wie wandelnde Leichen, sagt Andreas Koch, Psychologe bei der Berliner Caritas, über Internet-Süchtige. Täglich verbringen sie zehn bis 15 Stunden im Netz - ohne ausreichend zu essen, zu trinken oder sich zu waschen. Viele von ihnen lebten von Hartz IV und verabschiedeten sich nach und nach aus dem realen Leben - bis zum dem Tag, an dem die Telefongesellschaft den Anschluss sperrt.
Die Sucht nach Computerspielen, Chats oder Sex-Websites gilt als so genannte substanzunabhängige Verhaltenssucht. Die Entzugssymptome, die Betroffene entwickeln, wenn ihnen der Netzzugang verwehrt oder den Computer weggenommen wird, ähneln dabei durchaus denen von Alkoholikern oder Drogenabhängigen.