ndr.de: Wie Videos die Gewalt propagieren

jugendschutz.net

Jeder selbsternannte Filmemacher kann sein Home-Video ins Internet stellen. YouTube, Clipfish oder MyVideo bieten eine weltweite Bühne. Rechtsradikale nutzen diese Plattform längst, um dort ihre selbst produzierten Propaganda- und Hetzvideos abzuspielen. Beispielsweise den "Gaskammer-Gutschein" oder das Video "Landser - schlagt sie tot". Jugendliche Rechtsradikale verprügeln darin einen jungen Mann. Der Film verherrlicht Gewalt. Und das, obwohl YouTube auf den eigenen Seiten vorgibt, keine Gewaltvideos einzustellen.
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Solche Bilder würden im Fernsehen nicht gesendet. Das Jugendmedienschutzgesetz verbietet das. In der Kommission für Jugendmedienschutz versucht ein kleines Team, dieses Gesetz auf das globale Netz anzuwenden. Die Mitarbeiter prüfen Videos auf Gewalt, menschenverachtende Propaganda, lassen sie gegebenenfalls sperren. Das geht nur, wenn der Anbieter in Deutschland sitzt. Verena Weigand, Leiterin Kommission für Jugendmedienschutz: "Gegen ausländische Angebote gibt es halt nur das deutsche Rechtssystem.