heise: RLP fordert EU-weite Mindeststandards für Jugendschutz im Internet

jugendschutz.net

Für einen besseren Jugendschutz im Internet hat der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), EU-weite Mindeststandards gefordert. Er hoffe, dass entsprechende Richtlinien noch während der deutschen EU- Ratspräsidentschaft bis zum Sommer "erfolgreich gestaltet" würden. Dabei gehe es unter anderem darum, Provider zur Kennzeichnung jugendgefährdender Angebote wie Pornografie und Gewaltszenen zu verpflichten, sagte Stadelmaier am Dienstag. Er regte zudem an, besonders geeignete Internetseiten für Kinder und Jugendliche über "Positivlisten" zu erfassen und Gütesiegel zu vergeben.
Neben klaren rechtlichen Grenzen ist es nach den Worten von Bildungsstaatssekretär Michael Ebling (SPD) weiterhin wichtig, die Medienkompetenz junger Konsumenten zu fördern. "Wer Kinder und Jugendliche vor möglichen Gefährdungen in den Medien und insbesondere im Internet schützen will, muss ihnen eine verantwortungsvolle Teilhabe an der Medienwelt ermöglichen." Eine erfolgreiche Initiative sei beispielsweise das Angebot von jugendschutz.net, der gemeinsamen Jugendschutzstelle der Bundesländer mit Sitz in Mainz. In Rheinland- Pfalz seien zudem inzwischen mehr als 400 Grundschulen mit dem "Internautenkoffer" ausgestattet, der Materialien und Tipps zum sicheren Surfen im Internet enthält.