heise: Medienwissenschaftlerin fordert Handy-Kunde im Unterricht

jugendschutz.net

Mit einer Art Handy-Kunde im Unterricht will die Erfurter Medienwissenschaftlerin Iren Schulz die Medienkompetenz von Schülern fördern. Der Mobilfunk spiele inzwischen eine entscheidende Rolle bei der Identitätsfindung von Jugendlichen. "Darauf hat die Pädagogik bislang kaum reagiert", sagte Schulz in einem dpa-Gespräch. "Schlichte Handy-Verbote in der Schule wie in Bayern lösen das Problem nicht."
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Als schwerwiegendes Problem bezeichnete die Wissenschaftlerin die Tauschbörsen, bei denen vor allem Jungen kleine Filme mit Gewalt- und Pornoszenen austauschten. Darunter seien Szenen, die auf dem Index stünden, etwa die Erhängung des irakischen Diktators Saddam Hussein oder Folterungen russischer Soldaten. "Als ich das Material, das mir von den Jugendlichen gegeben wurde, gesichtet habe, wurde mir schlecht." Vor dieser Entwicklung dürfe die Gesellschaft nicht länger die Augen verschließen, sagte sie. "Eine Regulierung, wenn möglich auch in der Hardware der Geräte, ist dringend notwendig."