welt.de: Fahndungspanne im Kampf gegen Kinderpornografie

jugendschutz.net

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Bei der Bekämpfung von Kinderpornografie hat es nach einem Pressebericht zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit eine Fahndungspanne gegeben. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, konnten in Baden-Württemberg die Wohnungen von mehreren Verdächtigen, die einem in Österreich aufgeflogenen Kinderporno-Ring angehören sollen, noch nicht durchsucht werden. Das österreichische Innenministerium habe die Öffentlichkeit zu früh über die Fahndung informiert habe, berichtet das Blatt unter Berufung auf deutsche Ermittlerkreise.
Die Staatsanwälte befürchteten, dass die Verdächtigen gewarnt seien und Beweise verschwinden lassen, zumal die österreichischen Behörden zahlreiche Details über den Fall veröffentlicht hätten. "Wir sind fast in Ohnmacht gefallen, als wir das gelesen haben", zitiert die Zeitung einen Ermittler.
Das Wiener Innenministerium hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass weltweit gegen 2361 Verdächtige ermittelt werde, die sich Filme mit schwerstem sexuellem Kindesmissbrauch aus dem Internet besorgt haben sollen. Das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart teilte dem Blatt mit, dass 26 der Verdächtigen in Baden-Württemberg wohnen. Bundesweit wird gegen rund 200 Personen ermittelt. [...]