taz.de: Das Gewaltvideo immer in der Tasche

jugendschutz.net

Bei vielen Jugendlichen gilt es als "cool", Prügeleien mit dem Handy aufzunehmen, die Filme mit Freunden auszutauschen und im Internet zu präsentieren. Lehrer und Wissenschaftler streiten darüber, ob Mobiltelefone in Schulen verboten werden sollten. [...] Allein in Berlin werden jährlich über 50 Fälle von "Handy-Gewalt" angezeigt. Damit ist vor allem das so genannte "Happy Slapping" gemeint. Mit dem Mobiltelefon werden Prügeleien aufgenommen - teilweise Inszenierungen, teilweise aber auch schmerzhafte Realität. Auch "E-Bullying", elektronisches Mobbing, bei dem andere etwa beim Duschen oder Umziehen gezeigt werden, ist weit verbreitet. Mehr als 40 Prozent der Jugendlichen haben ein solches Video schon mal gesehen, wie die Stuttgarter Medienwissenschaftlerin Petra Grimm auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin bestätigte.