internet.com: Jugendschutz auf dem Handy nur durch gemeinsame Anstrengungen

jugendschutz.net

Thomas Jarzombek, CDU-Abgeordneter im Landtag NRW, sieht Mobilfunkbetreiber und Gerätehersteller bei Gewaltvideos und Pornografie auf Handys in der Verantwortung. "Mit den bisherigen Maßnahmen ist keine Problemlösung in Sicht. Hinrichtungsvideos auf Handys von Zwölfjährigen sind keine Einzelfälle." Gemeinsam mit den Netzbetreibern müsse die Industrie Technologien entwickeln, um Handys auf das Alter der Nutzer konfigurieren zu können. "Hier kann die Politik entscheidende Anstöße geben", erklärte Jarzombek heute auf dem 19. Medienforum.NRW in Köln und verwies auf die ab Herbst 2007 geplante Novellierung des Jugendmedienstaatsvertrags.
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"Viele Eltern sind bei der Kontrolle des Medienverhaltens ihrer Kinder schlicht überfordert", erklärte Schindler von Jugendschutz.net: "Sie brauchen einfach zu handhabende Schutzprogramme und die Möglichkeit, die Handys ihrer Kinder sicher zu konfigurieren." Große Hoffnung setze er auf die von der Bundesregierung initiierte Initiative "Ein Netz für Kinder", die einen geschützten Surfraum für Kinder schaffen will. "Auf Basis dieser Liste mit kindgeeigneten Angebote können Mobilfunkanbieter ein sicheres Surfen von Kindern über das Handy zeitnah gewährleisten."