sueddeutsche.de: Am Problem vorbei

jugendschutz.net

Auf der Teenager-Plattform SchülerVZ wurden pornografische Inhalte entdeckt. Die Betreiber wollen jetzt Filter einbauen und besser kontrollieren. Das wahre Problem besteht jedoch weiter. [...]

In der vergangenen Woche informierte die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) den Betreibern der Seite, dass auf der Homepage jugendgefährdende Inhalte zu finden seien. Es geht vor allem um pornografische Bilder und Diskussionsbeiträge in den mehr als 450.000 Gruppen auf dem Portal. Als erste Reaktion hat wurden mehr als 100 Diskussionsgruppen gesperrt und zirka 20 Mitglieder wegen unzulässiger Inhalte verwarnt.

Die Berliner Holtzbrinck-Tochter StudiVZ betreibt das Portal und zeigte sich von den beanstandeten Inhalten betroffen. "Support-Mitarbeiter durchforsten das komplette Angebot nach jugendgefährdenden Inhalten", sagt Oliver Skopec von StudiVZ. Das Problem dabei: Den Großteil des SchülerVZ-Inhalts generieren die User selbst, den Betreibern bleibt nicht übrig, als zu reagieren. [...]

Freilich ist es dem Betreiber einer Plattform, die sich aus den Beiträgen und Bildern der Mitglieder speist, unmöglich, sämtliche Inhalte sofort zu kontrolieren und zensieren. Jedoch haben die Besitzer die Pflicht, die Hürden für Missbrauch so hoch wie möglich zu legen. Bei SchülerVZ sind diese Hürden noch zu tief.