ksta.de: Darf das wirklich jeder lesen?

jugendschutz.net

[...]"Die Anfragen von Müttern und Vätern, die von dem Phänomen überfordert sind, haben extrem zugenommen", sagt Katja Knierim von jugendschutz.net, der Zentralstelle der Bundesländer für Jugendschutz im Internet.[...]"Die Gefahren des Social Networking sind vergleichbar mit denen in Chats und anderen interaktiven Diensten", erläutert Knierim. "Pädokriminelle und Belästiger könnten sich dort als Jugendliche ausgeben und die von den Nutzern erstellten Profile nach potenziellen Opfern durchsuchen." Mit anderen Online-Angeboten teilen soziale Netzwerke die Gefahr, dass minderjährige Nutzer mit für sie ungeeigneten Inhalten wie Links zu rechtsextremistischen Seiten oder Aufrufen zu selbstverletzendem Verhalten konfrontiert werden.
Während Unterhaltungen etwa in Chatrooms in aller Regel nur unter Pseudonym geführt werden, basieren soziale Netzwerke gerade darauf, dass die Nutzer nicht anonym bleiben. "Authentizität ist ein Grundprinzip des Social Networking. Das ist hinsichtlich des Jugendschutzes problematisch", erläutert Knierim - und führt zu einem dritten Problemkreis: dem Mobbing von Lehrern und Schülern im Netz.