heise: Onlinesucht ist eine ernstzunehmende Gefahr

jugendschutz.net

"Die Wissenschaft definiert einen Onlinesüchtigen als jemanden, der 35 Stunden pro Woche oder mehr im Internet verbringt", erklärt Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de. In der Praxis greife diese Definition jedoch zu kurz, da nach Farkes Erfahrung meist das soziale Umfeld den entscheidenden Ausschlag gebe. Erst wenn der Betroffene beispielsweise seine sozialen Kontakte vernachlässige und in weiterer Folge auch verliere, könne tatsächlich von Onlinesucht gesprochen werden. "Dies ist dann der Fall, wenn derjenige das Internet nicht in sein Leben integriert, sondern sein Leben dem Internetkonsum anpasst", führt Farke aus. Die Expertin schätzt, dass in Deutschland derzeit knapp 2 Millionen Menschen akut von der Sucht betroffen sind - mit steigender Tendenz.