derwesten.de: Porno-Industrie missbraucht Justiz

jugendschutz.net

Sex-Anbieter spannen Staatsanwälte ein, um Computernutzer abzumahnen. Einige Behörden verweigern Mitarbeit.

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"Ein Riesenproblem", sagt Peter Lichtenberg von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Dort hatte sich ein Rechtsanwalt aus Regensburg darüber beschwert, dass seine Strafanzeigen in Wuppertal nicht bearbeitet werden. Wozu auch, wurde er dort von der Staatsanwaltschaft gefragt: Ermittlungen seien nämlich "offensichtlich unverhältnismäßig".

Was auf den ersten Blick wie ein nur juristisches Gerangel wirkt, hat tatsächlich mit Geld zu tun, mit sehr viel Geld. In den Tauschbörsen des Internets wimmelt es von Bildern und meist nur kurzen Sex-Filmen. Aber: Wer sich nun so etwas wie "Anal-Qual 7" oder "Zugeritten" auf seinen heimischen Computer lädt ("download") und dann wieder anderen Teilnehmern zur Verfügung stellt ("uplaod"), gerät in die Fänge von speziellen Fahndern.