sueddeutsche.de: Jugendliche mobben sich immer öfter im Internet

jugendschutz.net

Sie machen sich gegenseitig runter und die ganze Schule liest mit: Im Internet beschimpfen sich Jugendliche immer öfter ohne Rücksicht auf Verluste, sagte der Bremer Medienpädagoge Markus Gerstmann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Was früher eine Schulhof-Hänselei blieb, ende heute in virtuellen Gemeinschaften in regelrechten Hassgruppen. "Das sind die neuen Möglichkeiten des Web 2.0, die Jugendlichen nutzen sie, aber übertragen nicht die üblichen Umgangsformen darauf."
Studien zufolge war jeder vierte bis fünfte Schüler schon vom sogenannten Cyber-Mobbing betroffen - mit zum Teil gravierenden Folgen, wie Gerstman sagt: "Für die Kinder bricht die Welt zusammen. Sie können sich nicht wehren, brechen in der Schule zusammen." Das Problem steht deshalb im Zentrum des "Safer Internet Day" an diesem Dienstag. Bundesweit sind Schulen aufgerufen, über Cyber-Mobbing in den Klassen zu diskutieren.