faz.net: Kinderpornos im Netz: Der schwierige Weg zum Stopp-Schild

jugendschutz.net

Zu Beginn des Wahljahres hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) ihre Bemühungen verstärkt, gegen Kinderpornographie im Internet vorzugehen. [...] An diesem Donnerstag befragt der Unterausschuss Neue Medien im Bundestag Fachleute zu der Machbarkeit des Vorhabens. In der Internetwirtschaft gibt es Bedenken, ob die geplanten Sperrungen im Internet rechtlich und technisch umsetzbar sind; auch Gutachter, auf die das Ministerium selbst sich stützt, zeigen sich skeptisch über die Wirksamkeit.

Die Bundesregierung plant Zugangssperren über sogenannte Domain-Name-Server, kurz DNS, wie sie in Skandinavien seit Jahren eingesetzt werden. Diese Server übersetzen Adressanfragen im Internet in die zugehörigen Zahlenkolonnen, die IP-Adressen. Fragt ein Nutzer im Internet eine Seite mit kinderpornographischen Bildern oder Filmen an, wird er bei einer Sperre nicht auf die aufgerufene, sondern auf eine Seite mit einem Stopp-Schild umgeleitet.