heute.de: Verbraucherschützer bewerten Handy-Ortung skeptisch

jugendschutz.net

Zehntausende haben sich bereits bei Handy-Ortungsdiensten angemeldet. Doch warnen Verbraucherschützer davor, seinen Partner ohne Einverständnis überwachen zu lassen. Der Verband Bitkom sieht dagegen einen Sicherheitsgewinn für Eltern.
Vor der allzu blauäugigen Nutzung von Handy-Ortungsdiensten warnte die Verbraucherzentrale Sachsen. Wer seinen Ehepartner ohne dessen Einverständnis überwachen lasse, mache sich streng genommen strafbar, erklärten die Verbraucherschützer am Montag. Der Lobbyverband Bitkom wies in Berlin darauf hin, dass sich bereits Zehntausende Eltern bei Ortungs-Diensten angemeldet hätten, um die Handys und damit den Aufenthaltsort ihrer Kinder lokalisieren zu können.

Die Verbraucherzentrale Sachsen betonte, dass für eine Handy-Ortung, wie sie von vielen Anbietern im Internet angeboten wird, die Mobilfunknummer und die Einwilligung des Gesuchten benötigt werden. Für diese Einwilligung ist derzeit eine SMS ausreichend. Diese könne aber "gefälscht werden und beweist nicht, dass sie auch wirklich vom Inhaber des Handys stammt", erklärte Fachreferentin Beate Scharf. Sie verwies auf Pläne der Bundesregierung, die Handy-Ortungen künftig von einer schriftlichen Zustimmung abhängig machen will. Ein entsprechender Kabinettsbeschluss zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes wurde Ende Oktober gefasst. Die Neuregelung sieht auch vor, dass künftig über die Zahl der erfolgten Ortungen spätestens bei der fünften Standortfeststellung informiert wird.

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