heise.de: Familienministerin fordert Notrufmöglichkeit fürs Internet

jugendschutz.net

Als Reaktion auf den Amoklauf in Winnenden hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen für die Einrichtung von Anlaufstellen in Chat-Rooms und anderen Online-Angeboten für Nutzer plädiert. Die blutige Tat sei zwar dem Stand der Ermittlungen nach nicht im Internet angekündigt worden, sagte die CDU-Politikerin bei einer aktuellen Stunde im Bundestag unter dem Titel "Kinder, Jugendliche, Familien stärken" am heutigen Mittwoch. "Aber oft gibt es Vorboten in Chat-Rooms." Gleichaltrige könnten diese am besten wahrnehmen, wüssten dann aber oft nicht, an wen sie sich wenden sollen. Hilfsangebote müssten daher im Sinne eines "110 im Netz" präsenter sein, unterstützte die Ministerin vergleichbare Forderungen nach Internet-Notrufmöglichkeiten des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), um "unmittelbar reagieren zu können".