rp-online.de: SchülerVZ - Kommerz statt Jugendschutz?

jugendschutz.net

Sex and drugs and rock?n roll! Zu finden in einem kostenlosen Netzwerk, das eigens für Schüler eingerichtet ist. Ein Ding der Unmöglichkeit?
Leider nicht!
Die Macher der Kulturzeit (Mo.-Fr. um 19.20 Uhr auf 3Sat) haben dem Schülerportal SchülerVZ auf die Finger geschaut und bei ihrer Recherche Unerhörtes gefunden.
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Wenn man als Elternteil die Privatsphäre seiner Schützlinge akzeptiert, wird man sich dort auch in der Regel keinen Zugang verschaffen. ?Kulturzeit? ist dem dennoch nachgegangen und hat u.a. Propaganda für die Jugendorganisation der NPD gefunden, Hassparolen gegen Ausländer, Pornovideos oder kinderleicht nachzumachende Drogenrezepte. [...] Der hierauf angesprochene Geschäftsführer Markus Berger-de Léon hat in einem Interview auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die Jugendlichen, wenn sie auf eine entsprechend gefährliche Seite stoßen, diese der Redaktion von SchülerVZ melden können. Hallo?
Sehr viel wirkungsvoller, aber eindeutig kostspieliger, wäre der Einsatz von Filtern. [...] Aber das kostet. Die Werbung auf SchülerVZ dagegen bringt Geld. Der Geschäftsführer gab in dem Interview zu verstehen, dass sämtliche Werberechte an google verkauft wurden und man somit keinen Einfluss auf die im Netz geschalteten Werbelinks habe. Zudem halte er die angesprochenen technischen Filter für wenig sinnvoll. Eine schwache Argumentation!