derStandard.at: Internet ist wichtigstes Werkzeug für Extremisten

jugendschutz.net

Die beispiellose weltweite Reichweite hat in Kombination mit der schwer zu kontrollierenden Fülle an Kommunikation aus dem Internet das wichtigste Werkzeug für Extremisten und Terroristen werden lassen. Vor allem Web-2.0-Plattformen wie soziale Netzwerke à la Facebook und Co werden von entsprechenden Organisationen zunehmend dazu missbraucht, ihre Propagandabotschaften zu verbreiten und neue Mitglieder anzuwerben. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktuell veröffentlichter Bericht des Simon Wiesenthal Centers.
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"Das Internet wird inzwischen insbesondere von der rechtsextremen Szene sehr ausgiebig für eigene Zwecke missbraucht", erklärt Michael Wörner-Schappert, Mitarbeiter am Rechtsextremismusprojekt bei jugendschutz.net, gegenüber pressetext. Vordergründig gehe es dabei zumeist darum, Werbung für die eigene Sache zu machen oder sich untereinander zu vernetzen. "Letztgenannter Aspekt wird natürlich durch die weiterentwickelten technischen Möglichkeiten im Web-2.0-Zeitalter wesentlich erleichtert. Soziale Netzwerke sind etwa für die rechtsextreme Szene aufgrund von Faktoren wie Nutzerfrequenz und Verbreitungsgrad, die bei derartigen Online-Angeboten in der Regel besonders hoch sind, interessant", erläutert Wörner-Schappert. Von diesem Problem seien heute alle Web-Communitys betroffen.