heise: EU-Kommission setzt sich für Förderung der Medienkompetenz ein

jugendschutz.net

Die EU-Kommission warnt davor, dass die Europäer die Vorteile der heutigen Hightech-Informationsgesellschaft ungenutzt lassen könnten, wenn nicht ihre Medienkompetenz erhöht werde. Vor diesem Hintergrund fordert die EU-Kommission mit neuen politischen Leitlinien die EU-Länder und die Branche dazu auf, den Menschen zu helfen, sämtliche Medien, mit denen sie konfrontiert werden, zu nutzen, zu verstehen und kritisch zu bewerten. Auf der anderen Seite sollten sich die Menschen aber auch darüber bewusst werden, welche Risiken mit der Weitergabe persönlicher Daten verbunden sind.
Beispielsweise könnten Schulungen zeigen, wie Suchmaschinen benutzt werden; Schulkinder könnten lernen, wie ein Film entsteht oder Werbung funktioniert, erläutert die Kommission in einer Mitteilung. In Ländern wie Schweden, Irland und Großbritannien sei Medienkompetenz bereits Teil des Lehrplans. Hier hebt die Kommission die britische Website Kidsmart hervor, auf der junge Menschen lernen könnten, wie sie Webseiten für soziales Networking sicher nutzen. Zwar sei Bildung Sache der einzelnen Staaten, doch die Kommission fordert sie zu einer Diskussion darüber auf, wie Medienkompetenz in den Schulen einen höheren Stellenwert bekommen kann.