AFP: Merkel will strengere "Verkehrsregeln" für das Internet

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[...] Die Kanzlerin rief auch zu einem sorgsameren Umgang mit persönlichen Daten im Internet auf. "Gerade junge Menschen müssen lernen, dass sie nicht sorglos persönliche und intime Daten über sich ins Netz stellen sollten. Die Gefahr, dass diese Daten an Dritte weitergeleitet werden, muss ihnen klar sein", sagte die Kanzlerin. Es sei eine Aufgabe der Schulen, der Familien, der Medien, das Bewusstsein für den Umgang mit persönlichen Daten zu schärfen.
Merkel versicherte, sie strebe nach der Sperrung kinderpornografischer Seiten vorerst keine weitergehende Überwachung des Internets an. "Ich sehe zur Zeit keine Notwendigkeit, weitere Inhalte im Internet zu sperren", sagte die CDU-Vorsitzende. "Wir wollen keine Zensur im Internet, auch wenn uns das Manche unterstellen." Allerdings dürfe das Internet "kein rechtsfreier Raum für Straftäter sein". Sie sei gern bereit, "auch mit den Experten der Internetszene zu diskutieren, wie wir dieses Problem angehen können".