heise: UN - Kinderpornografie im Internet nimmt zu

jugendschutz.net

Die Zahl von kinderpornografischen Seiten im Internet nimmt weltweit trotz aller Bemühungen von staatlicher oder privater Seite weiter zu. Das geht aus dem Bericht (PDF-Datei) der Sonderberichterstatterin für Kinderprostitution und -pornografie Najat M'jid Maalla hervor. Die Zahl der Bilder im Internet, die schwere Misshandlungen von Kindern zeigen, habe sich zwischen 2003 und 2007 vervierfacht. Jeden Tag würden 200 neue Bilder ins Internet hochgeladen. Nicht nur die Menge nehme zu, die Darstellungen seien auch schockierender, und die missbrauchten Kinder würden immer jünger.
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Zu jedem Zeitpunkt seien im Internet etwa 750.000 Personen auf der Suche, um Kontakte mit Kindern zu knüpfen, sagte Maalla. Sie nutzten dazu vorwiegend Chat-Räume. Allerdings seien die meisten Personen, die kinderpornografische Bilder anfertigten, Bekannte der Kinder. In 37 Prozent der Fälle handelte es sich um ein Familienmitglied, 36 Prozent kommen aus dem Bekanntenkreis.

Die UN-Berichterstatterin warnt davor, dass die zunehmend interaktiven Möglichkeiten des Internets "neue Risiken für Kinder und Jugendliche" mit sich brächten. So habe das technische Zusammenwachsen von Handys und Internet erhebliche Folgen für die Sicherheit. Wichtig seien Hotlines oder virtuelle Warnknöpfe, um Vorfälle zu melden, aber auch Filter oder die Mitarbeit von Internetprovidern, Banken und Kreditkartenunternehmen, um den Handel mit Kinderpornografie zu unterbinden.