sueddeutsche.de: StudiVZ entdeckt das offene Netz

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Es hat lange gedauert, bis man im Management der VZ-Netzwerke in Berlin gemerkt hat, wo die digitale Zukunft liegen könnte. Jetzt aber wollen die Softwareentwickler, die mit MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ drei der beliebtesten deutschen Webseiten betreiben, die Erfolgsgeschichte ihres großen Konkurrenten Facebook kopieren: Die VZ-Netzwerke öffnen ihre Internetseiten für kleine Programme Dritter, sogenannte Apps.

Diese Strategie, die Facebook bereits seit Dezember 2008 betreibt, erlaubt es externen Programmierern, kleine Zusatzanwendungen für die Webseiten zu erstellen. Das können zum Beispiel Spiele, Quiz-Anwendungen oder auch Nachrichtenportale sein.

Durch die Apps erhöht sich die Verweildauer einzelner Nutzer auf den jeweiligen Webseiten, weil die Surfer unterschiedlichen Beschäftigungen nachgehen können, ohne eine andere Internetadresse anzusteuern. Durch die längere Verweildauer steigt die Attraktivität der VZ-Seiten für Werbekunden.