abendblatt: Kinderporno-Urteil - Das bedeutet es für Surfer

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Das bloße Betrachten von Kinderpornos im Internet ist strafbar - so hat es das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) entschieden. Wie bewerten Kriminalisten und Juristen das Urteil?

Was ist neu an dem Urteil?

Das OLG hat einen spezifischen Besitzbegriff entwickelt, der sich von dem bisherigen "körperlichen" (Speichern der Dateien auf Festplatte oder DVD) insoweit abgrenzt, als dass nun auch das Verbringen in den volatilen Speicher (Arbeitsspeicher) einen Besitzstatus begründet. Ähnlich hatte bereits 2005 das OLG Schleswig entschieden. Laut Urteil macht sich aber nur derjenige strafbar, der vorsätzlich eine Kinderporno-Seite aufruft. Es handelt sich um eine richtungsweisende grundsätzliche Bedeutung für die Rechtsprechung zu § 184 b StGB (Besitz kinderpornografischer Schriften).