Lübecker Nachrichten: Todesstreifen als Online-Spiel

jugendschutz.net

Fast 1000 Menschen fanden an der innerdeutschen Grenze den Tod, wurden auf der Flucht in die Freiheit erschossen oder von Selbstschussanlagen zerfetzt. Ausgerechnet diese Szenerie hat ein Student aus Karlsruhe jetzt in ein Computerspiel verpackt und will die PC-Spieler als Grenzsoldat Jagd auf Flüchtlinge machen lassen. Am 3. Oktober soll das Spiel erscheinen, kostenlos zum Download. Politiker, Jugendschützer und Medienwächter sind empört. [...]

Derweil alarmierte die LN- Anfrage gestern die zuständige Landesmedienanstalt LfK in Stuttgart. "Sobald es läuft, schauen wir uns das Spiel genau an", betonte Eva-Maria Sommer. LfK-Sprecher Axel Dürr: "Möglicherweise leiten wir die Sache dann an die Kommission für Jugendmedienschutz weiter."