taz.de: Digitale Frühgeburt - Kleinkinder-Fotos im Internet

jugendschutz.net

[...] Wer Facebook oder andere Netzwerke benutzt, kennt dieses Phänomen: Die meisten westlichen Eltern, die mit dem Internet vertraut sind, veröffentlichen dort Fotos ihrer Kinder. Dabei sind die Konsequenzen noch vollkommen unbekannt. [...]

Einen kommerziellen Missbrauch befürchtet auch Forscher Humer. Zudem warnt er, Pädophile könnten die Fotos sammeln. "Viele Leute sind zu leichtfertig, sie können und wollen sich nicht in diese lange Geschäftsbedingungen einarbeiten", sagt er. Als Experte rät er Familien davon ab, die Daten ihrer Kinder im Internet zu veröffentlichen. "Wenn sie erstmal online stehen, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sie nicht mehr zurückholen kann", warnt Humer. Soziale Netzwerke wie Facebook hätten Zugriff auf die eigenen Daten und könnten sie entsprechend einsetzen, zum Beispiel zu Werbezwecken.