abendblatt.de: Justizministerin lehnt Sperren von Kinderpornoseiten im Internet ab

jugendschutz.net

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger(FDP) hat neue Forderungen aus der Union nach einer Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet zurückgewiesen. "Internetsperren bleiben der falsche Ansatz. Virtuelle Stoppschilder sind gefährlich, weil sie uns in einer Scheinsicherheit wiegen", sagte sie dem Hamburger Abendblatt (Mittwoch-Ausgabe). "Wer nicht stoppen will, kommt ohne Aufwand an dem Stoppschild vorbei. Die Sperrhinweise drohen sogar zum Wegweiser für Pädophile zu werden." Die Ministerin betonte: "Der Schmutz muss raus aus dem Netz. Darum gilt für uns der Grundsatz: Löschen statt Stoppschilder." Die verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bundeskriminalamt und Beschwerdestellen zeige bereits erste Erfolge.