spiegel: Apple-Chef Jobs verteidigt iPhone-Ortung

jugendschutz.net

Standardmäßig protokollieren iPhones Positionsdaten - über Monate hinweg, selbst wenn Nutzer die Ortungsfunktion abstellen. Steve Jobs erklärt das nun mit Programmierfehlern, und Apple gibt zu: Die Firma nutzt iPhones als Umgebungsscanner für eine Verkehrsdatenbank. [...]

Allerdings scheinen Apple-Ingenieure sich schon seit Langem mit der Auswertung von iPhone-Bewegungsprofilen zu beschäftigen. Das geht aus einem Patentantrag hervor, den das Unternehmen am 3. März 2011 eingereicht hat und den das US-Blog "Gawker" nun veröffentlichte. Darin geht es um eine App namens "Location history", die Bewegungsdaten eines Nutzers in genau der Art und Weise sammelt und verwendet, wie sie von vielen Datenschützern befürchtet wurde. [...] Das ganze wäre eine Art automatisiertes Reisetagebuch - aber auch ein Datenschützer-Albtraum.

Im Patentantrag heißt es mit aller wünschenswerten Offenheit, die gesammelten Daten könnten mit anderen persönlichen Informationen verknüpft werden. Darunter Bankgeschäfte, aber auch, wann welches Foto gemacht wurde; wann wo ein "Kommunikationsereignis", also ein Anruf, stattfand; oder auch, wann sich der Nutzer bei welchem sozialen Netzwerk angemeldet hat.