heise: Britischer Kultusminister will Provider und Suchmaschinen in die Pflicht nehmen

jugendschutz.net

Jeremy Hunt, der britische Minister für Kultur und Medien, will im Kampf gegen Copyright-Verletzungen und andere rechtswidrige Inhalte im Internet auf Sperrverfügungen gegen Suchmaschinenbetreiber und Zugangsanbieter setzen. Google, Bing und andere Suchseiten sollten genauso wie die Provider den Zugang zu Webseiten erschweren, die laut gerichtlicher Einschätzung illegale Inhalte enthalten oder deren Verbreitung fördern, erklärte der Konservative in einer Rede vor der Royal Television Society in Cambridge am Mittwochabend. Es müsse ein branchenübergreifendes Gremium eingerichtet werden, das - möglicherweise nach dem Vorbild der auf Kinderpornographie ausgerichteten, 1996 von Providern gegründeten Internet Watch Foundation - Seiten mit Urheberrechtsverstößen ausmachen könnte. Weiter plädierte Hunt für ein "gestrafftes rechtliches Verfahren", durch das Gerichte rasch handeln können sollen.