heise: Behörden sollen Facebook zurückhaltend nutzen

jugendschutz.net

Die Datenschützer von Bund und Ländern fordern öffentliche Stellen wie Behörden und Krankenkassen auf, soziale Netzwerke wie Facebook zurückhaltend zu nutzen. "Es kann nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger, die sich auf den Seiten öffentlicher Stellen informieren wollen, mit ihren Daten dafür bezahlen", heißt es in einer Entschließung die nach der 82. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder in München vorgelegt wurde.

Angesichts der heutigen Komplexität rund um den Umgang mit Daten setzen sich die Datenschützer dafür ein, dass Datenschutz einen größeren Stellenwert in der Bildung bekommt - und dafür nicht nur die Schulen, sondern unter anderem auch die Wirtschaft und Eltern gerade stehen. Die meisten Internetnutzer hätten den Überblick darüber verloren, "wer wann und zu welchem Zweck welche Daten von ihnen speichert, sie mit anderen Datensätzen verknüpft und ggf. auch an Dritte weitergibt". Sie könnten dann aber auch nicht das informationelle Selbstbestimmungsrecht effektiv ausüben.